TVB-Trainer Misha Kaufmann: „Wir haben unendliche taktische Möglichkeiten“

Misha Kaufmann TVB Stuttgart

Will sich von schönen Momentaufnahmen nicht blenden lassen: TVB-Stuttgart-Trainer Misha Kaufmann.  Foto: TVB Stuttgart/Marco Wolf

Misha Kaufmann, Trainer des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart, spricht im Interview mit Logbuch Sport über seine Taktik, sein Ziel, die Champions League zu gewinnen und die Hintergründe der Abgänge von Lenny Rubin und Antonio Serradilla.

Herr Kaufmann, tut es Ihnen, der ja ein sehr energiegeladener Trainer ist, auch mal gut, durchzuatmen?

Misha Kaufmann: Natürlich, das ist immer gut. Dass die Saison vorbei ist, tut jetzt natürlich ein bisschen weh, aber ansonsten ist alles okay. Ich hätte lieber weiter gemacht, aber wir nehmen auch die Sommerpause.

Erstaunlich. Sie sind so im Tunnel, dass Sie am Liebsten keinerlei Pause hätten?

Misha Kaufmann: Gefühlt ist es so, dass wir uns jetzt wirklich gut gefunden haben in der Rückrunde. Wir haben wirklich ein sehr gutes Jahr 2026 gespielt mit 15 Spielen und nur vier Niederlagen. Das ist schon brutal. Da ist es natürlich klar, dass man ungern aufhört in so einem Flow.

 28 Punkte bedeuten die beste Punkteausbeute des TVB Stuttgart in einer Handball Bundesliga-Saison mit 18 Mannschaften. Macht Sie dieser Rekord stolz?

Misha Kaufmann: Nein, stolz würde ich nicht sagen. Es ist sicherlich eine gute Saison, aber in dieser Mannschaft und in diesem Verein stecken noch viel mehr. Das ist sicherlich eine schöne Momentaufnahme, aber nicht mehr.

Ihr Spiel mit vier Rückraumspielern hat in den vergangenen Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten. Wann kam Ihnen die Idee eines solchen Spielsystems und warum sind Sie von dieser Herangehensweise überzeugt?

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