Conrad Schmitt von den Rhein-Neckar Löwen: Einer der größten Pechvögel im deutschen Handball?

Leon Schulz Eispiraten Crimmitschau

Conrad Schmitt möchte trotz seiner Verletzungen positiv bleiben.  Foto: RNL

Conrad Schmitt, Neuzugang der U23 der Rhein-Neckar Löwen, kämpft seit zwei Jahren mit Verletzungen. Der 20-Jährige erklärt, wie ihn diese Phase geprägt hat, erzählt eine lustige Anekdote aus seiner Zeit bei der U17-Nationalmannschaft und gibt einen Einblick in die Löwen-Taktik.

Der 6. Januar 2023 bleibt Conrad Schmitt in besonderer Erinnerung: Der Holzgerlinger, der in der Jugend der HSG Schönbuch mit dem Handball begann, machte sein erstes Länderspiel für die deutsche U17-Nationalmannschaft, eroberte den Ball, erzielte sein erstes Länderspieltor – und jubelte ausdrucksstark in Richtung seiner Eltern, was dem damaligen U17-Trainer Jochen Beppler nicht ganz so gut schmeckte, wie der 20-Jährige mit einem Schmunzeln erzählt: „Ich wurde dann vom Bundestrainer ein bisschen zur Sau gemacht, weil ich nicht so viel jubeln sollte. Er hat dann aber doch noch gesagt, dass das in Ordnung ist bei meinem ersten Spiel und dass er mir das nochmal verzeiht.“ In seinem zweiten Länderspiel jubelte er dann statt seinen Eltern zwei extra durch halb Deutschland angereisten Freunden zu – vermutlich aber mit etwas mehr Zurückhaltung.

Mit 40:19 besiegte die deutsche U17 bei Schmitts Debüt übrigens Polen. Für den Rückraumspieler war es eine insgesamt sehr besondere Erfahrung: „Das ist natürlich ein riesiges Gefühl. Du willst als Kind immer Profi werden, dann hast du da den Adler auf der Brust, läufst da ein und hast auch noch ein kleines Kind am Arm. Für einen 16- oder 17-Jährigen ist das schon etwas extrem Tolles.“ Sechs Länderspieleinsätze kann Schmitt vorweisen, eine ziemlich große Verletzungsmisere verhinderte weitere Einsätze.

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