HSC 2000 Coburg geht nach Apfel-Verlängerung gegen die SG BBM Bietigheim die Kraft aus

Weßeling Neuzugang HSC 200 Coburg.

Sven Weßeling wird im Sommer von der TuS N-Lübbecke zum HSC 2000 Coburg wechseln. Quelle: HSC 2000 Coburg

Der HSC 2000 Coburg hat am 21. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga das Spitzenspiel gegen die SG BBM Bietigheim mit 22:27 verloren. Vor der Partie gaben die Oberfranken die Vertragsverlängerung mit Torwart-Eigengewächs Fabian Apfel bekannt.

Während der HSC 2000 Coburg auf der Platte um Punkte kämpft, laufen die Personalplanungen der Oberfranken im Hintergrund bereits auf Hochtouren. In den vergangenen beiden Wochen wurden die Verpflichtungen von  Yaacob Belbey und Sven Weßeling sowie die Abgänge  von Arkadiusz Ossowski und Mikael Helmersson bekanntgegeben. Kurz vor der Partie gegen die SG BBM Bietigheim wurde nun die Vertragsverlängerung mit Torwart-Eigengewächs Fabian Apfel, der seit der D-Jugend für den HSC Coburg spielt, publik. „Weiter für meinen Heimatverein auflaufen zu dürfen, macht mich sehr dankbar. Coburg bedeutet mir viel, und ich freue mich riesig auf zwei weitere Jahre voller Emotionen, Einsatz und gemeinsamer Ziele“, ließ sich der 27-Jährige in der Pressemitteilung der Europastädter zitieren.

Gegen den Tabellenführer aus Baden-Württemberg startete Apfel direkt im HSC-Kasten.  Und auch der Coburger Rückraum blieb im Vorfeld des Spiels ein großes Thema, denn Mikael Helmersson (Bauchmuskelzerrung), Nejc Planinsek (Muskelverletzung) und Pavels Valkovskis (Knie) fehlten verletzt. Somit musste Kapitän Jakob Knauer viel Verantwortung übernehmen, machte dies aber über weite Strecken der Partie gut.

Coburg dreht nach frühem Rückstand auf

Doch den besseren Start erwischten die Gäste. Bietigheim setzte durch jeweils zwei Tore von Juan de la Pena und Jonathan Fischer und einem energischen Durchbruch von Dominik Claus auf 5:2 ab. Weil jedoch erwähnter Knauer stark in die Partie startete und Marin Lisac sowie Lars Röller frühzeitig wichtige Akzente setzten, drehten die Gastgeber das Spiel (8:6). Unter anderem durch ein Tor des eingewechselten Neuzugangs Yaacob Belbey baute Coburg die Führung auf 12:8 aus. Zur Halbzeitpause stand ein 13:10 auf der Anzeigentafel.

Es ware eine enttäuschende erste Halbzeit des favorisierten Tabellenführers, der sich mit dem Coburger Defensivbollwerk bestehend aus dem Kreisläufer-Trio Bis-Kontrec-Röller extrem schwertat. Moritz Strosack, Rechtsaußen der Gäste, bemängelte nach dem Spiel entsprechend eine „sehr, sehr schlechte erste Halbzeit“ seiner Mannschaft im Angriff.

Bietigheim entscheidet in der zweiten Halbzeit das Spiel

Sein Team ließ im zweiten Durchgang dann aber nur noch neun Gegentreffer zu. Offensiv war ebenfalls eine deutlich Steigerung zu sehen, Linksaußen Till Hermann wurde besser in Szene gesetzt, daraufhin gelangen den Schwaben einfache Kontertore. Beim Spielstand von 15:15 wechselte Coburg-Coach Anel Mahmutefendic sein 18-jähriges Nachwuchstalent Marks Lilienfelds ein. Lilienfelds agierte mutig aber glücklos. Coburg hielt das Spiel trotzdem eng, glich von 16:18 auf 18:18 aus. Zehn Minuten vor Spielende stand es 20:20. Weil die Gäste gegen immer müde werdende Gäste nun immer mehr Spielfreude entwickelten –  Jonathan Fischer verwandelte nach einer sehenswerten Pass-Staffete zum 22:20 – setzte sich Bietigheim in der Schlussphase ab.

Moritz Strosack bilanzierte: „Wir haben es dann hintenraus über die Abwehr geschafft, es war ein gutes Tempo.“ Ein Tempo, das die wacker kämpfenden Gastgeber nichtmehr mitgehen konnten, wie auch Jakob Knauer feststellen musste: „Ich glaube, wenn wir nicht in einer englischen Woche gespielt hätten, wäre es heute sicherlich länger eng geblieben. Wir müssen gerade alle viel spielen.“ Was der Kapitän aber natürlich nicht als Ausrede gelten lassen wollte.

Keinen Anteil an der Niederlage hatte jedenfalls Torhüter Fabian Apfel, der mit einer Paradenquoten von 21 Prozent bei Feldwürfen seinem Gegenüber Jan Hrdlicka in Nichts nachstand.

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