Eishockey als eiskaltes Business: Was Lindau-Neuzugang Sam Verelst heute anders machen würde

Sam Verelst Lindau Islanders

49 Punkte sammelte Sam Verelst in 44 Spielen in seiner zweiten Saison für die Bayreuth Tigers. Foto: Karo Vögel

Die Geschichte von Sam Verelst ist auch eine Geschichte von der Entwicklung des Eishockey-Sports in Deutschland. Der 35 Jahre alte Neuzugang der Lindau Islanders erzählt, was er in seiner Eishockey-Laufbahn im Nachhinein vermutlich anders gemacht hätte, wie man als Mannschaft eine Gewinnermentalität aufbaut und warum er sich in Indonesien auf die neue Saison vorbereitet. 

„Vielleicht hätte ich das alles so ein bisschen anders angehen können“, sagt Sam Verelst heute, wenn er über seine Eishockey-Laufbahn spricht. Verelst, 35, ist für einen Leistungssportler beinahe schon ein Veteran und er ist einer von ganz wenigen Belgiern, die sich im deutschen Eishockey einen Namen machten.

Dabei ist es nicht so, dass der Eishockey-Sport in Belgien non-existent ist, auch dort gibt es den einen oder anderen semi-professionellen Verein. Doch der Weg ins Profieishockey ist über Deutschland deutlich kürzer, entsprechend wechselte Verelst bereits in jungen Jahren in die Jugend der Düsseldorfer EG.

Zwischen Pinguinen und Königsklasse

Womit wir uns der Karrierephase nähern, in der Verelst die Dinge im Nachhinein vermutlich anders gehandhabt hätte. 2011 wechselte der Belgier zu den Fischtown Pinguins nach Bremerhaven. Dort spielte er fast vier Saisons, gewann die DEL2-Meisterschaft, ein „Highlight“, an das er sich gerne zurückerinnert. Außerdem kam er für die Hamburg Freezers in der Saison 2014/15 sowohl in der DEL als auch in der Champions Hockey League zum Einsatz. „Dass ich das als Belgier geschafft habe, darauf bin ich stolz“, betont Verelst.

Seine weitere Karriere spielte sich ab der Saison 2015/16 dann aber nicht mehr in der DEL oder in DEL2 ab, sondern in der Oberliga. Die nächsten Stationen hießen Herner EV, Füchse Duisburg, Selber Wölfe, Crocodiles Hamburg, SC Riessersee und Heilbronner Falken.

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