Yogan-Coup, Marton-Neustart und Falken-Rückkehr: Die Oberliga-Süd-Woche
Tölzer Löwen-Geschäftsführer Fabian Schlager und Trainer Axel Kammerer freuen sich über die Entwicklung von Simon Manhart. Foto: Philipp Schmitz
Andrew Yogan verstärkt den ESV Kaufbeuren, Florian Mnich kehrt zu den Heilbronner Falken zurück und Martin Kaaz schließt sich dem EV Füssen an – wir blicken auf die wichtigsten personellen Veränderungen der vergangenen Woche in der Oberliga Süd zurück.
Nur neun Tage ist es her, da besiegten die ECDC Memmingen Indians den Deggendorfer SC mit 6:5 nach Overtime und sicherten sich die Meisterschaft in der Eishockey Oberliga Süd und den Aufstieg in die DEL2.
ESV Kaufbeuren
Schon seit über einem Monat steht hingegen der Abstieg des ESV Kaufbeuren aus jener DEL2 in die Drittklassigkeit fest. In dieser Zeit hat sich bei den Allgäuern einiges getan, unter anderem wurde Sebastian Buchwieser als neuer Cheftrainer vorgestellt. In dieser Woche wurde Hunor Marton, der zuletzt 18 Monate Cheftrainer des Ligakonkurrenten SC Riessersee war, als neuer Co-Trainer vorgestellt.
Dort habe Marton am Ende nicht mehr den Respekt der Spieler gehabt, berichtete zumindest der „Münchner Merkur“. In Kaufbeuren glauben sie jedenfalls an den 32-Jährigen. Buchwieser teilt mit, Marton sei sein „Wunschkandidat“ gewesen: „Schon bei den ersten Gesprächen spürte ich seine Leidenschaft und Besessenheit für den Eishockeysport.“ Marton wiederum lobt die „klare Vision“ des Vereins.
Ein Teil dieser ist auch Andrew Yogan, ein 34-jähriger Stürmer aus den USA, der die erste Kontingentstelle beim ESVK besetzt. Yogan war 2023/24, als er für die Eisbären Regensburg spielte, zum DEL2-Spieler der Saison ausgezeichnet worden und stieg danach mit den Dresdner Eislöwen in die DEL auf. Er beendete die vergangene Saison allerdings nicht in Sachsen, sondern bei den Stavanger Oilers. Am Donnerstag gaben die Eislöwen „nach offenen und vertrauensvollen Gesprächen“ nun das endgültige Ende der Zusammenarbeit bekannt.
Beinahe euphorisch wiederum reagierte ESVK-Geschäftsführung Tobias Peukert auf die Verpflichtung des US-Amerikaners: „Er ist ein absoluter Topspieler und wird ein wichtiger Angelpunkt in unserer Mannschaft sein. Zudem hat er in den letzten Jahren in Deutschland und im Ausland bewiesen, dass er Titel gewinnen kann und dies auch immer sein Ziel ist. Für uns als Club und auch für unser Umfeld sollte dieser Transfer ein kleiner Fingerzeig sein.“ Yogan gilt als physischer und vielseitiger Angreifer mit präzisem Abschluss.
Mit Stürmer Martin Kaaz und Torhüter Clemens Schulz hat der ESV Kaufbeuren in der vergangenen Woche jedoch auch zwei Abgänge bekanntgegeben. Beide spielten in der abgelaufenen Saison allerdings keine allzu große Rolle bei den Joker.
EV Füssen und das Oberland-Trio
Kaaz schließt sich endgültig dem EV Füssen an, nachdem er für den EVF in der vergangenen Saison bereits 25 Spiele absolviert hat. EVF-Vorstand Jörg Noack jubelt in der Pressemitteilung des Vereins über die Verpflichtung des 19-jährigen Angreifers: „Dass Martin Kaaz zur kommenden Saison fest zum EV Füssen wechselt, freut mich sehr: Er hat im letzten Jahr schon gezeigt, was er uns geben kann – vor allem mit seiner schlittschuhläuferischen Qualität und seinem Speed. Martin hat uns auch in Unterzahl geholfen und Spiele mitentschieden, weil er bereit ist, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen.“ Kaaz sieht sich in der „Arbeiterrolle“ und möchte sich in der Oberliga etablieren.
Die Tölzer Löwen haben derweil bekannt gegeben, dass Eigengewächs Simon Manhart seinen Vertrag verlängert hat. Der unauffällige Stay-At-Home Verteidiger überzeugte die Verantwortlichen mit seiner Ruhe und einer beinahe fehlerfreien Spielweise. Neuigkeiten gibt es auch aus Garmisch-Partenkirchen: Der SC Riessersee hat den Vertrag mit Parker Colley verlängert. Colley war in der vergangenen Saison mit 61 Punkten teaminterner Topscorer. In seine fünfte Saison beim EC Peiting geht derweil David Diebolder. Der 24-jährige Linksschütze, der auch „DoubleD“ genannt wird, ist mit einer Kämpfernatur ausgestattet und soll weiterhin eine stabile Rolle spielen.
Deggendorf, Heilbronn und Lindau
Auch der Vizemeister aus Deggendorf hat seine ersten Personalnews veröffentlicht. Brett Humberstone, Lars Bergbauer, Jaroslav Hafenrichter, Valentin Lehner sowie der befristet verpflichtete David Zabolotny werden den DSC verlassen. Das kanadische Offensivduo Ty und Dylan Jackson bleibt dem Verein allerdings erhalten. Mit 208 Scorerpunkten in der Hauptrunde und jeweils 32 Torbeteiligungen in den Playoffs übertraf das von der Arizona State University gekommene Brüderpaar jegliche Erwartungen.
Die „neuen“ Heilbronner Falken nehmen immer mehr Konturen an. Nachdem in der Vorwoche Krefeld-Co-Trainer Steffen Ziesche als Cheftrainer vorgestellt wurde, gab der Verein nun die Rückkehr von Goalie Florian Mnich bekannt, der bereits 72 DEL-Spiele für die Falken absolvierte. Nach den Verteidigern Corey Mapes, Thomas Gauch, Pascal Widmann und den Stürmern Frederik Cabana, Justin Scheck, Leon Gromov, Kevin Dibrov ist Mnich der achte Spieler, den der HEC vorgestellt hat. Der 26-jährige Goalie spielte zuletzt für die Bietigheim Steelers.
Corvin Wucher hat derweil den Vertrag bei seinem Heimatverein, den Lindau Islanders, verlängert. „Corvin hat sich in seinem Spiel die letzten Jahre entwickelt, neben seinem guten Schuss zeichnet er sich durch sein Skating aus. Ich bin mir sicher, dass er einen weiteren Schritt machen wird“, meint Milo Markovic, der Sportliche Leiter der Islanders. Wucher teilt mit: „Lindau ist meine Heimat und ich bin stolz, weiter für den Verein auf dem Eis zu stehen und alles dafür zu geben.“
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