Härte und Verantwortung: Eishockey-Grenzgänger Lukas Gohlke im Porträt
Lukas Gohlke (rechts) sammelte in fast 500 Spielen mehr als 200 Scorerpunkte für den EC Peiting. Foto: privat
Der 31-jährige Center Lukas Gohlke ist der „Aggressive Leader“ des EC Peiting. Nach dem Karriereende von Fabian Weyrich soll er in der kommenden Saison noch mehr Verantwortung übernehmen. Über einen Führungsspieler, der die Grenze des Erlaubten manchmal überschreitet.
Der 3. Oktober 2025 war keine Sternstunde in der Eishockeykarriere von Lukas Gohlke und das weiß er auch selbst. Der Peitinger Center leistete sich einen „Check gegen Kopf- und Nackenbereich“ seines Gegenspielers wie es von offizieller Oberliga-Seite heißt. Ziemlich ruppig sah das im entsprechenden Video aus. Sechs Spiele Sperre und eine Geldstrafe waren die Folge.
Gohlke weiß um die Gefahren seiner Spielweise: „Ich komme auf alle Fälle über das Körperliche. Natürlich will man niemanden verletzen, ab und zu läuft es aber einfach blöd, das Timing stimmt nicht mehr ganz und dann kann man nicht mehr wirklich reagieren und den Check abwenden. So ist der Sport, aber natürlich ist das nicht schön.” Der 31-Jährige hat in den vergangenen beiden Saisons einige Strafen kassiert. „Das ist natürlich nicht mein Anspruch oder Ziel”, stellt er klar.
Der Trainer als Ruhepol
Glücklicherweise hat Gohlke mit Landon Gare einen Trainer, der mit seiner ruhigen Art gut zu ihm passt. Das Verhältnis der beiden ist von gegenseitiger Wertschätzung geprägt und so verwundert es auch nicht, dass Gohlke seinen Vertrag beim EC Peiting verlängert hat, zumal er beim Ausrüster der Peitinger arbeitet und beim ECP die Arbeit mit dem Eishockey bestmöglich verbinden kann.
Gohlke betont: „Als Trainer brauchst du ein Gespür für die Menschen. Du musst immer ein bisschen auf die Individuen eingehen, Der Eine braucht eher einen Arschtritt, den anderen musst du behutsam angehen. Und Lanny hat da auf alle Fälle, meiner Meinung nach, ein gutes Gespür dafür.”
Gare wiederum weiß um die Stärken und Schwächen seines Schützlings. „Nach dem Karriereende von Fabian Weyrich wird Lukas eine noch wichtigere Rolle in unserem Team übernehmen. Seine Erfahrung und sein Einsatz sind für uns sehr wichtig, auch wenn es mal über das Ziel hinaus geht. Jede Mannschaft braucht einen Spielertypen wie ihn und spätestens in den Playoffs erkennt man diesen Wert ganz besonders“, lässt sich der 47-Jährige in der ECP-Pressemitteilung zitieren.
Eisbären und Arbeitsplätze
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